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Archiv Termine, Angebote & Co

Archiv

05.12.2022, ab 17:00 Uhr

Beim Thema Nachhaltigkeit denken wir an umweltbewusstes Verhalten, reduzieren unseren Stromverbrauch, bilden Fahrgemeinschaften oder kaufen regionale Produkte. Unternehmer:innen im Handwerk befolgen Vorgaben und Gesetze zum Klimaschutz und sind sozial nachhaltig, weil sie für ihre Mitarbeiter:innen und Kunden verantwortlich sind. Und anders herum: Wie viel soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit wird heute von einem Betrieb erwartet? Von jungen (zukünftigen) Mitarbeiter:innen, aber auch von potenziellen Nachfolgern, wenn es um Unternehmensnachfolge geht?

Insbesondere wurden folgende Fragen diskutiert:

  • Wie können Unternehmer:innen im Handwerk ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen nutzen, um mit ihrem Betrieb nachhaltig zu sein?
  • Welche freiwilligen Aufgaben oder Projekte sind hier nicht nur vorstell-, sondern auch umsetzbar?
  • Haben junge Mitarbeiter:innen diesbezüglich andere Bedürfnisse und Erwartungshaltung als ältere?
  • Welchen Handlungsrahmen geben klimapolitische Maßnahmen vor?

Wie lassen sich Unternehmer:innen in der Energiekrise weiterhin zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen motivieren? Ist nachhaltiges Handeln in der Krise möglich? In welchem Spannungsfeld befinden sich Betriebe derzeit?

Welche Lösungsansätze können wir gemeinsam am Beispiel betrieblicher Mobilität entwickeln? Und welche Rolle kann das Ehrenamt dabei einnehmen?

Zudem wird der Check Nachhaltigkeit 360 vorgestellt. Mit dem Check Nachhaltigkeit 360 erhalten Betriebe auf Grundlage der SDGs einen Überblick über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten, mögliche Ansatzpunkte und machen ihr Engagement gegenüber Stakeholdern sichtbar.

Verstehen und verstanden werden - Kommunikation individuell auf den Prüfling abstimmen
Präsenz | Ganztätig

Wollen Sie Ihre Prüfungssprache an die steigende Zahl von Prüflingen mit Migrationshintergrund und die sich ändernden Sprachgewohnheiten anpassen? Und so Verständnisprobleme bei Aufgaben- und Fragestellungen vermeiden?

Kein Prüfungsteil wird so stark von subjektiven Faktoren beeinflusst, wie mündliche Prüfungssituationen. Die Prüflinge werden von emotionalen Faktoren wie Angst und Unsicherheit oder sogar einem Ohnmachtsgefühl beeinflusst. Die Prüfer:innen spüren den Druck der Verantwortung, hegen Sympathie oder Abneigung, oder sind müde und frustriert nach dem x-ten Prüfling. Das hat Einfluss auf die Sache, um die es eigentlich geht oder kann sie sogar überlagern. Der objektive Blick auf die Prüfungsleistung ist getrübt.

Dozent: Werner Selbeck

Schriftliche Prüfungsaufgaben sprachsensibel und handlungsorientiert gestalten - Intensivseminar für Prüfende
Präsenz | 15:00  19:00 Uhr

 

Ehrenamtliche Prüfer:innen sollen moderne Prüfungsaufgaben handlungsorientiert und sprachsensibel formulieren. Nach der Neuordnung vieler Prüfungsordnungen können erfahrene Prüfer:innen nicht mehr auf bisherige Aufgabenkonzepte zurückgreifen. Neue Prüfer:innen wollen sich mit fundierten Kenntnissen orientieren und die aktuellen Standards für das Erstellen von Prüfungsaufgaben berücksichtigen.

Rolf R. Rehbold erläutert Ihnen, warum handlungs- und kompetenzorientierte Aufgaben die besseren Aufgaben sind und wie Sie Prüfungsaufgaben sprachsensibel überarbeiten. Sie stellen eigene Aufgaben vor und bewerten diese vor dem Hintergrund Ihrer neu gewonnen Erkenntnisse. Sie werden von den vermittelten Inhalten und der Diskussion im Seminar profitieren.

Dozent: Rolf R. Rehbold

Fachgespräche in handlungsorientierten Prüfungen des Handwerks - Leiten, Moderieren, Bewerten
Präsenz | 15:00 - 19:00 Uhr

In den Abschluss-, Meister- und Fortbildungsprüfungen des Handwerks sind klassische mündliche Prüfungen kaum mehr vorgesehen. Ausnahmen sind mündliche Ergänzungsprüfungen.

Dagegen nehmen Fachgespräche im Rahmen moderner, handlungsorientierter Lehrkonzepte eine zentrale Rolle im Prüfungsgeschehen ein. Sie unterscheiden sich in ihrer Bedeutung und Gestaltung deutlich von klassischen mündlichen Prüfungen.

Für Prüfungsausschüsse stellen die Fachgespräche eine neue Herausforderung dar, denn sie begeben sich in die (noch) ungewohnte Rolle des Gesprächsleiters. Althergebrachtes Prüfungsverständnis hilft in dieser Situation nicht weiter.

Erfahrene wie auch neue Prüfer:innen können sich noch besser auf die veränderten (Kommunikations)-Bedingungen im Prüfungsverfahren einstellen, wenn sie die gänzlich anderen Anforderungen an die Prüfungskommunikation und Gesprächsführung verinnerlichen. In diesem Seminar werden die Grundprinzipien der Fachgespräche vorgestellt und die spezielle kommunikative Rolle der Prüfenden diskutiert.

 

Dozent: Werner Selbeck

 

Am 02.09. trafen sich die UnternehmerFrauen auf Schloss Raesfeld.

Die erfolgreiche Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen in Organisationen ist vergleichbar mit der strategischen Personalentwicklung in Unternehmen – so das Fazit des Workshops der UnternehmerFrauen mit der Ehrenamtsakademie des NRW-Handwerks am 02.09.2022 auf Schloss Raesfeld.

 

Die Veranstaltung wurde gefördert von der

Spitzentreffen des Ehrenamts auf Schloss Raesfeld

14.06.2022 | ab 15:30 Uhr
 

Ein abwechslungsreiches Programm mit professioneller Moderation, welches von einer aktiven Teilnahme des jungen und des erfahrenen Ehrenamts geprägt sein wird, ist vorbereitet.

Zentrale Themenfelder:

  • Wie sehen moderne Beteiligungswege in Politik, Verbänden und Gesellschaft aus? Welche Beteiligungswege und Möglichkeiten bietet das Ehrenamt im Handwerk hier, auch mit Unterstützung der Ehrenamtsakademie?
  • Politisches Framing: Wie beeinflussen im (handwerks-)politischen Kontext unterschiedliche Formulierungen das Verhalten der Adressaten? Ein spannendes und vor allem aktuelles Thema für alle, die das Handwerk Dritten gegenüber vertreten und die Themen der Zukunft im Handwerk mitgestalten möchten.

Sie sind Juniorin/Junior des Handwerks und möchten sicher und überzeugend in Ihrem Ehrenamt auftreten? Fragen Sie sich auch: Kann man Lampenfieber einfach wegtrainieren oder gehört eine gewisse Portion Aufregung dazu, wenn es ans Rednerpult oder auf die Bühne geht? Dozent Gerrit Busmann zeigt Ihnen, welche Tricks dabei helfen, vor anderen zu sprechen und authentisch zu bleiben. Er erläutert Ihnen, worauf Sie hinsichtlich Körpersprache & Co. achten müssen.

Gemeinsam voneinander und miteinander im Netzwerk Lernen ist eine besondere Form der individuellen Weiterbildung der Ehrenamtsakademie des NRW-Handwerks.

Wann? 11.06.2022 ab 10:00 Uhr auf Schloss Raesfeld

 

Die Veranstaltung wurde gefördert von der

Neu im Ehrenamt

Dauer: 2,5 Stunden, online

 

Wie gelingt der Einstieg ins Ehrenamt? Wie schaffe ich es dabei, Familie, Arbeit und Freizeit mit dem Ehrenamt zu vereinbaren?

Folgen Sie Ihrem eigenen Fahrplan!

René Fornol informiert Sie über gute Wege beim Einstieg ins Ehrenamt und bei der Wiederaufnahme von ehrenamtlichem Engagement. Sie erhalten erste Einblicke in das notwendige Handwerkszeug und Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Dozent: René Fornol

weitere Termine:

06. Dezember 2021, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr 

17. Januar 2022, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr 

 

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Gefördert durch die


 

Die Teilnahme ist für die ehrenamtlich Engagierten kostenlos.

Sicher und überzeugend auftreten im Ehrenamt

Sie möchten sicher und überzeugend in Ihrem Ehrenamt auftreten? Vor anderen Menschen zu sprechen und diese wirkungsvoll für die eigene Sache zu gewinnen, ist kein „Hexenwerk“.

Machen Sie sich mit den wichtigsten Werkzeugen der Redekunst vertraut. Sie lernen praxisorientierte Techniken kennen und werden fit und erfolgreich für die Rhetorik im Ehrenamt.

 

weitere Termine:

15. Januar 2022, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr 

12. Februar 2022, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr 

Format: Präsenz

Dozent: Gerrit Busmann

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Gefördert durch die


Die Teilnahme ist für die ehrenamtlich Engagierten kostenlos.

Rechtlich alles richtig? Die ehrenamtliche Tätigkeit gestalten

Im Ehrenamt bewegen sie sich nicht im rechtsfreien Raum. In den Spezialfragen zu den rechtlichen Grundlagen geht es um

  • Steuerliche Förderung
  • Ehrenamtspauschale
  • Datenschutz
  • Urheberrecht

Format: online

Dozentin: Annette Wilbert, Rechtsanwältin

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Gefördert durch die

Die Teilnahme ist für die ehrenamtlich Engagierten kostenlos.

Rechtlich alles richtig? Rechtliches Fundament Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit

Dauer: 2 Stunden

 

Nur wer den rechtlichen Spielraum kennt und ihn zu nutzen weiß, kann die Möglichkeiten seines Engagements optimal entfalten. In diesem Seminar vermittelt Rechtsanwältin Annette Wilbert die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen des Ehrenamts

  • Haftungsfragen
  • Versicherungsschutz
  • Arbeitsrecht

Format: online

Dozentin: Annette Wilbert, Rechtsanwältin

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gefördert durch

 

 

 

Zielgruppengerechte Ansprache im Ehrenamt

 

Wie eine zielgruppengerechte Ansprache gelingt, war Thema des EAH-Workshops mit der Handwerkskammer Münster am 03.11.2021 in Haus Kump.

Ein 360°-Blick über das Ehrenamt im Handwerk zeigte: Transparenz, Würdigung, die richtige Ansprache, eine situative Unterstützung, die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten und Freiräume sind die Stichworte, wenn es darum geht, Nachwuchs anzusprechen und für ein Ehrenamt zu begeistern. 

 

Weitere Infos folgen in Kürze

 

 

 

Gemeinsame Botschaft: mehr Vielfalt für das Ehrenamt im Handwerk

28.10.2021 | 17:00 - 19:00 Uhr
 

Die Selbstverwaltung im Handwerk lebt vom freiwilligen Engagement der Handwerkerinnen und Handwerker. Wie dabei besonders Zugewanderte in Zukunft stärker in Ehrenämtern partizipieren können, war Kernthema des Online-Talks „Mitreden, Mitgestalten und Vernetzen – handwerkliches Ehrenamt in der Einwanderungsgesellschaft“.  

Mehrere Botschafter des Handwerks sprachen über ihre Beweggründe für ehrenamtliches Engagement innerhalb und außerhalb der Handwerksorganisation. Die Talk-Runde sprach gemeinsam über Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement in der Handwerksorganisation und welche Angebote die Ehrenamtsakademie Handwerk NRW zur Unterstützung von ehrenamtlich Engagierten bereitstellt. 

Wie gewinnt das Handwerk die nächste Generation an Prüferinnen und Prüfern?

Am 23. September sprachen Vertreterinnen und Vertreter aus der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld in Kooperation mit der Ehrenamtsakademie über die Situation im regionalen Ehrenamt, insbesondere über das Thema Nachwuchs im Prüfungswesen.

Kammer-Präsident Peter Eul und Carl-Christian Goll, Geschäftsführer des Bereiches Berufsbildung, hatten ehrenamtlich Engagierte aus der Handwerksorganisation und Vertreter von Ausbildungsbetrieben eingeladen, um gemeinsam zu diskutieren, wie und womit man insbesondere junge Menschen begeistern kann, sich aktiv ins Prüfungswesen des Handwerks einzubringen. Deutlich wurde, dass einfach mitzumachen und das eigene Können und Wissen weiterzugeben für die meisten Gesellinnen und Gesellen oder angehende Meisterinnen und Meister an erster Stelle steht, wenn sie sich für ein Engagement im Prüfungswesen entscheiden. Dabei eigene Ideen einbringen und mitentscheiden zu können ist ebenfalls ausschlaggebend.

WHKT-Hauptgeschäftsführer Matthias Heidmeier stellte fest „Das Herz unserer Selbstverwaltung ist das Ehrenamt. Das ist auch im Prüfungswesen so. Bei uns sitzen Arbeitnehmer und Arbeitgeber an einem Tisch, das ist das Besondere im Handwerk. Wer mitmachen möchte, hat vielfältige Möglichkeiten, die Zukunft des Handwerks mitzugestalten.“ 

Wer sich aktiv im Prüfungswesen engagieren möchte, kann sich ganz einfach an die Innungen wenden oder zu einer Innungsversammlung kommen - die „alten Hasen“ informieren jede Interessierte und jeden Interessierten und unterstützen umfassend bei dem Einstieg in das neue Amt. Qualifizierungsangebote zu Rhetorik oder Rechtsfragen können hier gleichfalls die Engagierten unterstützen, mehr Sicherheit zu erlangen. Auf der Internetplattform www.ehrenamtsakademie-handwerk.desollen zukünftig solche Angebote bereitgestellt werden.

Praxisberichte aus der Region Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld lieferten Christian Lötfering (Bauingenieur und Vorsitzender der Junioren des Handwerks Paderborn), Dorothea Spot (Konditormeisterin und Mitglied im Meisterprüfungsausschuss, Arbeitnehmervertreterin) sowie Frank Hallmann (Feinwerkmechanikermeister und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, Arbeitgebervertreter).

 

 

7. Treffpunkt Ehrenamt im Handwerk erfolgreich durchgeführt.

Der diesjährige 7. Treffpunkt Ehrenamt im Handwerk fand traditionsgemäß in der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld statt - coronabedingt mit nur kleinem Personenkreis. Lediglich die benannten ehrenamtlichen Handwerkerinnen und Handwerker je Handwerkskammer sowie die Vertretungen aus den Kammervorständen nahmen an dem Treffpunkt Ehrenamt teil. Ab dem nächsten Jahr sollen wieder über 100 Gäste die Möglichkeit zur Teilnahme erhalten.

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Interne Veranstaltung

Wie gewinnt das Handwerk Menschen für das Ehrenamt in der Region der Handwerkskammer Aachen - Gewinnung neuer Prüfungsausschussmitglieder

Felix Kendziora, Vizepräsident (AN) und Hauptgeschäftsführer Peter Deckers sprachen am 30. Juni 2021 darüber, welche Wege es gibt, neue Prüfungsausschussmitglieder anzusprechen und zu gewinnen. Fazit der Runde: das Ehrenamt braucht mehr Transparenz und mehr Diversität in der Ansprache und Information. Insbesondere bei den Auszubildenden und Gesellinnen und Gesellen sei nur unzureichend bekannt, dass man sich im Prüfungsausschuss engagieren und mitgestalten könne. Gleichfalls gelte es hier, sprachliche Hürden auszuräumen und Berührungsängste abzubauen.

Als Einsteiger nicht direkt die volle Verantwortung zu tragen und durch Hospitation in eine neue Rolle hineinwachsen zu können sei sicherlich ein positiver Anreiz, sich mit einer neuen Tätigkeit auseinanderzusetzen. Zunächst Teilverantwortung zu tragen und durch Qualifizierungsangebote nach und nach mehr Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu erlangen sei der richtige Weg, Spaß und Lust am Ehrenamt zu wecken. Das sei besonders wichtig, wenn es darum gehe, Ämter langfristig auszuüben.

Praxisberichte aus der Region Aachen lieferten neben Felix Kendziora: Ursula Gelück-Leymann (Dachdecker- und Klempnermeisterin, Vorsitzende des Gesellenausschusses des Dachdeckerhandwerks der Handwerkskammer Aachen), Ute Dreser-Feldges (Leiterin des Aachener Berufskollegs Mies-van-der-Rohe), Milad Kakone (Friseurmeister und Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses), Uwe Günther (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel) sowie Richard Graf (Geschäftsbereichsleiter Fachbereich Prüfungen der Handwerkskammer Aachen).

 

 

       

 

Interne Veranstaltung

Ehrenamt ist keine Einbahnstraße - man wächst an seinen Aufgaben

Roter Faden der Veranstaltung der Dortmunder Runde am 28. Juni  war die Diskussionsgrundlage, passende Wege aufzuzeigen, wie, wo und wann man Menschen im Handwerk erreicht und begeistert, sich neben Beruf und Familie in unterschiedlichsten Gremien zu engagieren. Die einhellige Meinung lautete: indem man dem Nachwuchs zuhört und ernst nimmt und Gestaltungsräume öffnet.

Sich gemeinsam für eine Sache stark machen könne andere überzeugen, mitzumachen und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Für Interessierte mehr Schnupperangebote bereitzustellen könne den Einstieg in ein Amt erleichtern. Nicht direkt die volle Verantwortung zu tragen sei sicherlich ein positiver Anreiz, sich mit einer neuen Tätigkeit auseinanderzusetzen. Neue Ehrenamtliche nicht „ins kalte Wasser zu werfen“, sondern ein langsames Hineinwachsen in die neue Rolle zu ermöglichen könne beispielsweise durch Assistentenfunktionen abgedeckt werden. Einem Vorsitzenden bei der Arbeit über einen längeren Zeitraum über die Schulter zu schauen, Teilverantwortung zu tragen und durch Qualifizierungsangebote nach und nach mehr Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu erlangen sei der richtige Weg. Spaß und Lust am Ehrenamt seien besonders wichtig - insbesondere dann, wenn es darum geht, Ämter langfristig auszuüben.

 

 

          

 

Am Spielfeldrand stehen und kommentieren - oder mitmachen

Wie das Handwerk junge Menschen für ehrenamtliches Engagement gewinnt war am 18. Juni 2021 die zentrale Frage eines gemeinsamen Workshops der Handwerkskammer Düsseldorf und der EAH. »Handwerk ist Ehrenamt, sonst ist es kein Handwerk«, fasste Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf und Moderator des Workshops, den Geist der Veranstaltung zusammen. Kammerpräsident Andreas Ehlert richtete in seinem Grußwort den Blick auf das Ehrenamt von heute und die Möglichkeiten für das junge Handwerk, das Ehrenamt in die Zukunft zu führen. »Warum lohnt es sich, als junger Mensch ehrenamtlich im Handwerk engagiert zu sein? – Weil man mitentscheiden, Rahmenbedingungen mitgestalten und den eigenen Standpunkt einbringen kann!«

Berichte aus der Praxis lieferten Daniel Penders (Vorsitzender der Handwerksjunioren NRW), Özlem Yarar (Kammervorstandsmitglied), Christian Klemm (Lehrlingswart der SHK-Innung Düsseldorf) und Frank Bühler (Obermeister der Bau-Innung Mönchengladbach). Fazit der Runde: die jungen Menschen sind heute die Wegbereiter für das Ehrenamt von morgen und brauchen mehr Information, Transparenz und direkte Ansprache.

Junge Menschen umfangreicher und transparenter als bisher über die vielfältigen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements in der Handwerksorganisation zu informieren, ist Anliegen aller Teilnehmenden. Welche Organisationen und Gremien gibt es, wie kann man sich innerhalb dieser Organisationen engagieren und welche Tätigkeiten entsprechen am ehesten den eigenen Interessen und Talenten? Hat jemand das Potenzial, auch langfristig Verantwortung für ein Ehrenamt zu übernehmen? Dass die Ansprache und Information bereits in der Ausbildung geschehen muss, wurde in den Praxisberichten deutlich. Betriebe müssten ihre Mitarbeiter noch mehr unterstützen. Denn wer sich als Auszubildende oder Auszubildender mit dem Thema Ehrenamt auseinandersetzt, engagiert sich häufiger schon als Gesellin oder Geselle im Ehrenamt als andere. Im Betrieb den Einzelnen davon zu überzeugen, sich fortzubilden und betriebsseitig einen Mentor als Wegbegleiter an die Seite zu stellen, könne eine wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. An der Stelle seien die »alten Hasen« gefragt, die einen Blick für geeignete Kandidaten hätten. Diese an die Hand zu nehmen, zunächst mit kleinen Aufgaben zu betrauen und nach und nach an die Verantwortung eines größeren Amtes heranzuführen ist nicht nur existenziell für das Ehrenamt im Handwerk, sondern auch eine persönliche Herzensangelegenheit für die Erfahrenen, die »ihr« Ehrenamt beruhigt in guten Händen wissen wollen.

Betriebe noch mehr über das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter zu informieren, wird ebenfalls als Chance gesehen, mehr junge Menschen für ein Engagement in der Handwerksorganisation oder im Prüfungsausschuss zu begeistern. Oftmals hätten jedoch gerade Auszubildende und junge Gesellinnen und Gesellen Scheu, sich einzubringen, um im Betrieb nicht unangenehm durch Fehlzeiten aufzufallen. Hier gilt es, die Gesellenausschüsse und Innungen zu stärken und über Anreize für Unternehmen zu diskutieren, wie diese ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukünftig noch besser unterstützen können.

WHKT-Hauptgeschäftsführer Matthias Heidmeier stellte fest: »Ehrenamt ermöglicht erst das Selbst des Handwerks. Wir sind aufgefordert, die Bedürfnisse der jungen Menschen zu erkennen. Das gelingt am besten, indem wir sie direkt ansprechen und fragen `Warum möchtest du dich engagieren, was erwartest du von deinem Engagement und wie können wir dich dabei unterstützen`.« Wie digitale Kanäle und Formate nicht nur für die Ansprache und Information, sondern auch zur Organisation und Abwicklung von Abläufen genutzt werden können, möchte man zukünftig verstärkt diskutieren. Beispielsweise könnte die Bestellung der Prüfungsmitglieder dadurch vereinfacht werden.

 

 

          

 

Netzwerk und Austausch

In einem gemeinsamen Austauschformat am 11. Mai wurde deutlich: Erfahrungen, Tips und Hilfestellungen weiterzugeben und anzunehmen und sich gegenseitig in allen Belangen rund um das Ehrenamt zu unterstützen ist nicht nur Grundverständnis der EAH, sondern gleichfalls der Unternehmerfrauen. Aber auch Themen zur Betriebsführung oder die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf und Familie zu besprechen ist Anliegen der Unternehmerfrauen. Fazit: Insbesondere der persönliche Austausch "bringt`s".

 

 

          

 

EAH will das junge Handwerk stärken

In einem gemeinsamen Austausch mit den Handwerksjunioren am 27.04.2021 wurde deutlich: Das Ehrenamt braucht authentische Personen, die dem Handwerk eine junge und starke Stimme verleihen sowie niederschwelligen Zugang zu Informationen und Netzwerken, um den Einstieg in ein Amt zu erleichtern. Den Nachwuchs noch stärker zu ermutigen, in der Organisationslandschaft des Handwerks mitzuwirken und Berührungsängste abbauen ist großes Anliegen der Handwerksjunioren.

 

 

         
 

Frauen ins Ehrenamt! - Gelungener Workshop mit der Handwerkskammer zu Köln

Wie das Handwerk Frauen für ehrenamtliches Engagement gewinnt war am 19. März die zentrale Frage einer gemeinsamen Veranstaltung der EAH und der Handwerkskammer zu Köln, die von Hauptgeschäftsführer Garrelt Duin moderiert wurde. Berichte aus der Praxis lieferten Corinna Franke (Vorstandsmitglied Businessclub Handwerksjunioren Köln), Tatjana Lanvermann (Beisitzerin im Vorstand Bundesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk e.V.) und Dr. Alexandra Leipold (Referatsleiterin Garantiefonds Hochschule, Integration der Otto-Benecke-Stiftung e.V.).  Fazit der Experten: das Handwerk braucht in der Akzeptanz, der Ansprache, der Sprache und der Außendarstellung eine größere Diversität.

In ihrem Grußwort verdeutlichte Dr. Kirsten Bender, MWIDE, Leiterin der Abteilung Innovation und Märkte, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von Ehrenamt als Rückgrat der handwerklichen Selbstverwaltung. Den Nachwuchs zu unterstützen, anzusprechen und zu begeistern sei grundlegend für eine funktionierende Ehrenamtsstruktur.

 

 

 

      

 

Ein Auftaktworkshop unter Beteiligung ehrenamtlicher Entscheidungsträger aus den Kammerorganisationen und Landeshandwerksorganisationen hat am 09. Dezember 2020 stattgefunden. Moderiert wurde das Treffen von Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des WHKT.

Damit die Teilnehmenden des Workshops eine erste Übersicht davon erhielten, wie Organisationen und Institutionen bereits heute Ehrenamtliche im Handwerk unterstützen, wurden neben der geplanten Konzeption die Ergebnisse einer Online-Befragung vorgestellt.

An dem digitalen Auftakttreffen hat zudem Andrea Milz teilgenommen, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt bei der Staatskanzlei NRW. »Ich begrüße die Idee der Gründung einer Ehrenamtsakademie des Handwerks in Nordrhein-Westfalen. Sie bietet die Chance, über die Wünsche und Anforderungen des Ehrenamtes und die spezifischen Bedarfe des Handwerks in den Austausch zu kommen und zugleich Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement auszudrücken. Auch für Qualifizierung und Unterstützung durch das Hauptamt soll gesorgt werden - beides Punkte, die zum Gelingen des Engagements wichtig sind!«, resümierte Andrea Milz.